Dekonstruktiver Feminismus / queer theory (09.03.10)

Verschiedene Feministinnen der zweiten Frauenbewegung konnten und können dekonstruktiven Theorien nicht viel Begeisterung abgewinnen: Diese verfehlten das Wesen der Frau, sägten mit ihrer Subjektkritik an dem Ast, an dem Frauen gerade erst halt zu finden begannen und/oder verlören sich in Beliebigkeit. Der Vortrag versucht, die Sichtweisen dekonstruktiver Feminist_innen nachzuzeichnen und eventuelle Missverständnisse aufzuklären. Dazu orientiert er sich an einer feministischen Kritik, die dekonstruktive und poststrukturalistische Einwände ernst nimmt, aber trotzdem oder gerade deswegen handlungsfähig bleibt. Abschließend sollen einige Verfahren in Augenschein genommen werden, diese Kritik anzubringen: Mimesis (Luce Iriegaray), Werden (Gilles Deleuze) und queer theory (Judith Butler).

Ein Text mit Fokus auf die Kritik der Kategorien Sein und Subjekt findet sich hier. Während die dortigen Anwendungsbeispiele ausgelassen werden, beschäftigt sich der Vortrag zusätzlich queer theory und versucht, Auswege zu den oft gestellten Fragen nach Materialität, Körper und der Möglichkeit von Kritik aufzuzeigen.

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