Seifferts Pädagogik der Sensitivierung (23.03.10)

Sind die sogenannten Geisteskranken eigentlich die Gesunden und die Gesellschaft krank?

Der Ausgangspunkt der Pädagogik der Sensitivierung markiert die globale Situation, die Johannes Ernst
Seiffert als lebendbedrohend und letzlich nur durch sensitive Menschen zu retten darstellt.

In seiner Monographie „Pädagogik der Sensitivierung“ entwickelt Seiffert den letzten möglichen Begriff von Bildung und sein Theorem der unterdrückten Bildungsinhalte, welche die Menschen für das Leiden in der Welt sensitiveren sollen, um dem Leiden letzlich Abhilfe zu verschaffen.

Der Vortrag befasst sich zuerst mit den theoretischen Überlegungen Seifferts – die zum Teil auf Autoren wie Herbert Marcuse, Max Horkheimer, Karl Marx und Walter Benjamin rekurrieren – um im zweiten Teil Folgerungen für die pädagogische Praxis auszuloten, welche darauf in einem Experiment hinterfragt wurden.

Abschließend werden die vorgestellten Überlegungen zur Diskussion gestellt.

Zur Vorbereitung dient das Kapitel zum letztmöglichen Begriff von Bildung.

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